Projekt Wald & Jagd: Exkursion in den Sachsenrieder Forst bei Schongau


Die Waldarbeiterhütte im Sachsenrieder Forst, in der wir übernachtet haben.

 

Vom 2. bis zum 3 Dezember (So. – Mo.) sind wir, acht Jugendlich aus der Sekundarstufe, mit unseren LehrerInnen Jasmin und Lorenz zum Sachsenrieder Forst gefahren. Dort haben wir Stephan Jüstl getroffen, einen Forstwirt und Jäger, der dort für den Naturschutz arbeitet. Dort durften wir auch schon mal die Wildkammer besichtigen. In der Wildkammer werden die erlegten Tiere ausgenommen. Als erstes sind wir dann zusammen in den Wald gegangen und Stephan hat uns sehr viel über Waldbewirtschaftung erzählt. Bei dem Spaziergang hat er uns (weil wir danach gefragt haben) auch über die Markierungen auf den Bäumen erzählt. Z.B. heißt es, wenn ein (oder mehrere) Striche quer auf einem Baum sind, dass er gefällt werden soll. Danach sind wir zur Hütte gefahren, in der wir später dann geschlafen haben, und haben dort erst einmal Brotzeit gemacht. Das coole an der Hütte war, dass es dort weder Strom noch fließendes Wasser noch Handyempfang gab. Das hört sich vielleicht nicht so toll an, aber wir fanden es cool. Trotzdem war es warm, denn es gab einen Küchenofen und noch einen normalen Ofen. Anschließend haben wir noch drei Runden „Werwolf“ gespielt.

Danach haben wir uns warm angezogen, denn dann sind wir zum Jagen gegangen, und da mussten wir zwei Stunden ohne uns zu bewegen auf dem Hochsitz sitzen. Wir sind mir drei Jägern auf die Jagd gegangen. Mit der Kim, die Frau vom Stephan, die bei den Bayrischen Staatsforsten als Referentin für Arbeitssicherheit arbeitet, und mit dem Robert, der dort der Revierleiter vom Revier Dienhausen der Staatsforsten ist. Am Abend konnten vier Jugendliche mit zum Jagen (denn mit dem Robert konnten zwei Kinder mit). Es war sehr spannend, aber leider hat niemand etwas geschossen. Danach sind wir zurück zur Hütte, und dort hat der Lorenz dann eine Kartoffel-Lauch Suppe warm gemacht, die er schon davor gekocht hatte. Danach sind wir ins Bett gegangen (also, noch nicht ganz gleich). Wir haben direkt unter dem

Dach geschlafen (im „1. Stock“). Am nächsten Morgen sind wir um 5.40 Uhr aufgestanden, denn wir sind dann gleich einmal zum Jagen. Da heute die Kim nicht mitkommen konnte, konnten nur drei mit auf den Hochstand. Aber es wurde wieder nichts geschossen. Mit ein Grund war, dass das Wetter nicht gut zum Jagen war. Danach haben wir Haferbrei, den der Lorenz gemacht hat, gegessen. Nach dem Frühstück sind wir noch in einen anderen Teil des Sachsenrieder Forsts gefahren, wo die höchsten Fichten Bayerns stehen. Das besondere an dem Waldgebiet ist, dass es ein sogenanter „Urwald“ ist. Das heißt, dass dort der Mensch den Wald nicht bewirtschaftet, sondern sich selbst überlässt. Dort haben uns Robert und Stephan viel erzählt.

Robert (rechts) und Stephan erzählen, welche Tiere und Pflanzen auf bzw. in verrottendem Holz leben.

Ein Erdwespennest im Wald, das von einem Dachs geplündert wurde.

Einmal hat der Robert gefragt, was diese Bäume mit Donald Trump gemeinsam haben. Ein Schüler antwortete: „Sie sind manchmal etwas hohl“. Eigentlich war gemeint, dass beide aus Amerika stammen, denn es war eine Douglasie. Danach haben wir die Hütte aufgeräumt und gepackt und sind dann wieder nach Inning zurückgefahren.

Noah Flämig für das Projekt Wald & JagD