Licca Quest 2019 – gemeinsam unterwegs mit dem Rad zum Lech-Ursprung


Ende September war wieder eine Gruppe von 14 Jugendlichen aus der Sekundarstufe mit dem Fahrrad unterwegs zur Quelle des Flusses Lech in Vorarlberg. Ziel der Exkursion war es, die beiden Gesichter des Lech – Energielieferant in Bayern, Wildfluss in Tirol und Vorarlberg – kennenzulernen.

Hanna Grote (22), Studentin aus Regensburg, die zusammen mit Lorenz Schmilinsky und einer weiteren Praktikantin die Gruppe begleitete, schreibt über ihre Eindrücke von der Tour:

„Ich bin sehr kurzfristig und mehr oder weniger zufällig als Begleiterin zur Tour dazugestoßen. Ein paar Tage vor dem Start fragte Lorenz mich, ob ich Zeit und Lust hätte, spontan mitzukommen auf eine sechstägige Radtour mit 14 SchülerInnen aus der Sekundarstufe. Der Praktikant, der eigentlich mitfahren wollte, hatte sich beim Sport verletzt und

war dadurch ausgefallen. Weil ich eh gern mit dem Rad und in den Bergen unterwegs bin, habe ich zugesagt.

Zum Glück! Denn auch wenn wir krankheitsbedingt die ersten beiden Etappen leider überspringen mussten, habe ich es unglaublich genossen, diese Woche mit den Jugendlichen und Lorenz auf dem Fahrrad zu verbringen. Schon alleine für die traumhaft schöne Lech-Landschaft und später dann das Bergpanorama hat es sich allemal gelohnt! Außerdem konnte auch ich durch eine sehr gut geleitete Naturführung am Tiroler Lech und die Erklärungen von Lorenz zur Entstehung der Wildflusslandschaft viel Neues über dieses Paradies lernen.

Naturführung mit dem Verein Natopia in der Wildflusslandschaft Tiroler Lech bei Forchach

Was mich aber am meisten beeindruckt hat, war die Stimmung in der Gruppe. Vom ersten Moment an, als wir uns alle am Weilheimer Bahnhof getroffen und uns vorgestellt hatten, war ich von dieser offenen, bunten, fröhlichen und motivierten Schülergruppen total begeistert. Im Verlauf der Tour bin ich dann regelrecht zum Fan der Gruppe geworden.

Denn eigentlich war ich vorher davon ausgegangen, dass wir Erwachsenen ein Programm parat haben und damit die Schüler quasi bespaßen. Aber es kam zu meiner Überraschung ganz anders. Das Programm bestand eigentlich nur darin, gemeinsam unterwegs zu sein und die Landschaft zu „erfahren“. Ansonsten hat sich Gruppe eigentlich selbst beschäftigt, Spiele gespielt, gequatscht und ihren Spaß gehabt. Es war eine große Freude für mich,

ihnen dabei zuzusehen oder manchmal auch mitzumachen. Und obwohl es durchaus auch mal knifflige oder nicht so optimale Situationen gab und die Jugendlichen zum Beispiel eine kühlere Nacht ohne Bettdecken, nur mit dünnen Hüttenschlafsäcken hatten oder sich im Regen mit dem Rad 700 Höhenmeter den Berg hochquälen mussten, ist die Stimmung kein einziges Mal gekippt. Alles wurde genommen, wie es kam und mit guter Laune das Beste draus gemacht – das hat mich wirklich beeindruckt. Ebenso wie zu sehen, was für gefestigte Persönlichkeiten die Jugendlichen in diesem Alter bereits entwickelt haben und wie persönlich und individuell auch der Umgang von Lorenz mit den Jugendlichen war. Seit dieser Woche weiß ich auf jeden Fall, auf welche Schule ich meine Kinder später einmal schicken werde!

Miese Wetter – beste Stimmung!

Wie ihr also merkt, hat es mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, diese tolle Gruppe auf der Licca Quest 2019 zu begleiten und ich bin sehr dankbar, dass ich so spontan noch mit einsteigen konnte. Der Spaß und das Radeln mit den Jugendlichen haben mir nach der Tour noch eine ganze Weile ziemlich gefehlt. Ich freue mich jetzt schon darauf, dass wir im nächsten Frühjahr alle zusammen eine der beiden versäumten Etappen nachholen!“