„Einbruch“ ins Kinderhaus


Große Aufregung im Kinderhaus: Verstöße in mehreren Bereichen hat neulich ein unerwarteter Gast begangen.

Sie kam: unangemeldet. Über den Gartenzaun. Ohne zu klopfen, ohne zu winken, ohne sich vorzustellen – und: ganz ohne Maske! Das Phantombild der Einbrecherin: etwa zehn Zentimeter groß, braun-grüner Körper und: vier Flügel. Deckname: „Odonata“ – die Libelle.

Zeugenaussagen zufolge gelang dem kleinen Tier der Zugang ins Kinderhaus über die offene Gartentür. Sie hatte sich eigentlich nur kurz umschauen wollen, was die Kinder da so machen. Aber ihr Fluchtplan ging schief: Die Einbrecherin fand den Weg nach draußen nicht mehr – und stieß sich mehrmals den Kopf am Fenster. Ihre Rettung: die Kinderhaus-Kinder. Sie fingen sie vorsichtig ein, steckten sie in einen Krug, brachten sie nach draußen und präsentierten sie dort schaulustigen Schulkindern. Die Libelle ist wieder frei – und die Kinder sind schlauer: Sie wissen jetzt, dass Libellen Facettenaugen haben. Die setzen sich aus vielen kleinen Augen zusammen. Damit können sie rundum sehen, ohne den Kopf drehen zu müssen. So erspähen sie nicht nur ihre Beute, sondern auch ihre Feinde besser.