Lernen die Kinder genug? Wird auch Leistung gefordert?

Montessori-Pädagogik ist per se eine Leistungspädagogik. Wenn Kinder und Jugendliche ihre Grenzen ohne schädliche Wertung von außen erfahren dürfen, dann bleiben sie im sogenannten „Lern-Flow“. D.h. sie fordern sich, weil es Freude macht, das eigene Dopaminsystem anzukurbeln und nicht weil ein Test ansteht oder eine Probe. Das beinhaltet auch, dass den Kindern für ihre persönlichen Erfolge manchmal mehr Zeit eingeräumt werden muss oder umgekehrt auch, dass sie schneller voran kommen und „Futter“ brauchen.

Kinder werden darin begleitet, dass sie es selbst gut machen wollen, dass sie selbst den Mut haben, Fehler zu machen, aus denen sie lernen und weitere Schritte erkennen. Allein die Tatsache, nicht gedemütigt zu werden, ermöglicht vielen, an ihr eigenes Leistungspotenzial zu kommen. Leistung wird jedoch nicht minimalistisch definiert, wie üblicherweise im gesellschaftlichen Kontext, sondern sehr ausführlich im pädagogischen Kontext.