Dieses Schuljahr hat, nach mehreren Jahren Pause, endlich wieder die Licca Quest stattgefunden, bei der Schüler und Schülerinnne aus unserer Schule bis zu Lechquelle radeln.
Unsere Gruppe bestand aus sieben Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen acht bis zehn, sowie drei Begleitpersonen. Die Begleitpersonen waren Lorenz Schmilinsky, der die Fahrradtour geplant hat, und Jakob Brendel und Laura Tuchner, die beide ehemalige Schüler unserer Schule sind.
Es ging mit der gesamten Gruppe in Peiting-Ost los. Von dort aus fuhren wir 46 Kilometer den Lech entlang bis nach Füssen in eine Jugendherberge. Unterwegs waren wir kurz im Schwefelfilz bei Steingaden, wo Lorenz uns die Zwergbirke gezeigt hat, ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit, das es nur noch ganz selten in Bayern gibt.
Am nächsten Tag ging es früh weiter von Füssen nach Forchach (46 Kilometer), wo wir von Werner Gratl, der für den Naturpark Tiroler Lech arbeitet, eine interessante Wildflussführung amLech bekommen haben. Hier haben wir viel über die Entstehung der Alpen, über den Lebensraum am Lech und seine Hochwasser gelernt. Nach der Führung ging es von dort wieder 6 Kilometer zurück nach Weißenbach, wo wir in unserer Selbstversorgerhütte gemeinsam gekocht und zu Abend gegessen haben.
Wildflussführung am Tiroler Lech bei Forchach
Am dritten Tag unserer Fahrradtour sind wir 45 Kilometer nach Holzgau geradelt, wo wir ein sehr schönes Selbstversorgerhaus mit Kachelofen hatten. Hier haben wir uns dann noch einen gemütlichen Nachmittag gemacht und in der Gruppe Spiele gespielt.
Beim Spielen in der Stube
In diesem Selbstversorger Haus sind wir insgesamt drei Nächte geblieben und haben von dort aus dann eine Tour auf die Jöchlspitze gemacht. Das heißt, wir sind mit dem Fahrrad zur Talstation der Jöchlspitzbahn und von dort auf 1800 Höhenmeter gefahren. Von dort aus sind wir dann nochmal 460 Höhenmeter durch den Nebel bis zum Gipfelkreuz aufgestiegen, wo wir eine schöne Brotzeit gemacht haben. Dann ging es wieder runter und zurück in unser Haus, wo sich jeder über den von den Vermietern angeheizten Kachelofen gefreut hat. Dann gab es wieder ein gemeinsames Kochen und wir haben noch einige Spiele gespielt.
Brotzeit auf der nebligen Jöchlspitze
An unserem letzten Tag, bevor es wieder zurück ging, haben wir dann eine kleine Wanderung vom Ort Lech zum eigentlichen Ziel der Tour gemacht, zum Lechursprung. Da die meisten von uns davon ausgegangen sind, dass der Lech eine Quelle hat, waren wir alle sehr überrascht, als wir feststellten, dass das der Lech aus dem Zusammenfluss zweier Bäche entsteht, dem Formarienbach und dem Spullerbach. An einer öffentlichen Feuerstelle dort am Wanderweg haben wir uns dann, da allen kalt war, ein Feuer angezündet und Brotzeit gemacht. Auch nach diesem Tag draußen haben sich alle über den warmen Kachelofen gefreut.
Beim Lech-Ursprung
An unserem letzten Tag, ging es dann von Holzgau zurück bis nach Füssen (65 Kilometer) und von dort aus mit dem Zug nach Geltendorf, wo unsere Eltern bereits auf uns warteten.
Auf dem Weg von Holzgau nach Füssen
Uns allen hat die Fahrradtour sehr viel Spaß gemacht. Es war ein tolles Erlebnis und wir würden es jederzeit wieder machen.
Lola Padotzke und Clara Keidel aus der 10. Jahrgangsstufe

