Heute nehmen wir euch mit auf unsere geheimnisvollen Reise an den Nil ins alten Ägypten, die wir mit allen 4. und 5.Klässlern kürzlich unternommen haben…
Wir bestaunten einen Sarkophag eines dreijährigen Kindes, das an einer Lungenentzündung verstarb. Im alten Ägypten erlebten nur die Hälfte aller geborenen Kinder das 5. Lebensjahr! Nur reiche Leute leisteten sich eine Mumifizierung. Damit der Körper in der Nachwelt besser erhalten bleibt wurden die Organe und das Gehirn entfernt. Nachdem der Körper gründlich gewaschen wurde legte man ihn für 35-40 Tage in Salz ein. Dadurch wurde dem Körper das Wasser entzogen. Danach rieb man ihn mit duftenden Ölen ein und wickelte ihn in lange Stoffstreifen. Dazwischen legte man magische Figuren aus Edelstein, Metall und Keramik. Fertig ist die Mumie! Das fanden wir sehr spannend, obwohl es schon ein bisschen eklig klingt.
Bereits mit sechs Jahren halfen Kinder zum Beispiel bei der Feldarbeit oder im Haushalt, mit 8 Jahren begannen sie den Beruf der Eltern zu erlernen. Im Alter von 13-14 Jahren heiratete man.
Von 100 Kindern gingen nur drei zur Schule, zwei davon waren Jungen, alle erlernten immer die Berufe ihrer Eltern. Der erste Sohn der ersten Frau des Pharaos er war das Königskind und wurde später selbst Pharao. Die Frauen, er hatte einige, des Pharaos waren häufig Prinzessinnen aus anderen Ländern.
Nach seinem Tod wurde die Statue von Ramses III, er hatte 80 Kinder durch eine seiner Frauen zerstört, weil sie sauer auf ihn war. Für einen Ägypter ist das das Schlimmste was passieren kann, weil er dadurch in Vergessenheit gerät.
Die Ausstellung „Kindheit am Nil“ in der Ägyptischen Staatssammlung München hat uns super gut gefallen. Wir hatten eine interessante Führung bei der wir viel über Alltag und Kultur der Menschen erfuhren. In einem Workshop, haben wir unsere Namen in Hieroglyphen auf Papyrus geschrieben. Echt cool!
Friedi und Adèle für die Primarstufe 2

