Was sind denn eigentlich SDGs?

Die SDGs sind die „Sustainable Development Goals“.
Auf Deutsch heißt das: Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie wurden von den Vereinte Nationen (UN) beschlossen. Insgesamt gibt es 17 Ziele, die die Welt bis zum Jahr 2030 besser machen sollen.
Um mehr darüber zu erfahren, fuhren alle 6. Klässler ins Museum Mensch und Natur nach München. Dort begrüßte uns Frau Dr. Hagel. Im Museum erklärte sie uns den Zusammenhang der Ziele mit unserem täglichen Leben an zwei Beispielen. Zuerst besuchten wir den Bären Bruno, der dort nach seinem Tod ausgestopft ausgestellt wurde. Bären sind in Deutschland ausgerottet, aber eine funktionierende Natur braucht Artenvielfalt. Sie gehört zu einem der SDGs nämlich Nr. 15: Leben an Land. Genauso wie der Schutz der heimischen Insekten, die Lebensraum und auch heimische Pflanzen brauchen. Außerdem Nr. 13: Maßnahmen zum Klimaschutz, wie der Schutz des Waldes und seiner Bewohner.
Eine weitere Abteilung im Museum zeigt Fotos von Familien der verschiedensten Länder der Welt. Es sind die Personen mit ihrem wöchentlichen Lebensmittelbedarf abgebildet. Man sieht deutlich die großen Unterschiede der Ernährungsgewohnheiten, die abhängig sind vom Einkommen und der Umgebung. Eine Familie aus Mali isst hauptsächlich getrocknete Lebensmittel wie Hirse, getrockneten Salzfisch, trocken Früchte und nur selten frisches Obst und Gemüse. Wir besprechen die SDGs Nr. 1: keine Armut, Nr. 2: Kein Hunger, Nr. 3: Gesundheit und Wohlergehen, Nr. 4: hochwertige Bildung, Nr. 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Nr. 9: Innovation und Infrastruktur. Nr. 16: Frieden und Gerechtigkeit. Alle diese Ziele hängen mit dem Grundbedürfnis nach Nahrung und Wasser zusammen.
Im Anschluss haben wir uns an einem großen Tisch mit einer Weltkarte, Spielfiguren stellvertretend für die Bevölkerung und Plastikchips als Geld verteilt. Wir haben festgestellt, dass wenigen Menschen viel Geld zur Verfügung steht, vor allem in Amerika und Europa auf der Nordhalbkugel. Während die Menschen im globalen Süden eher arm sind. Besonders interessant war die Reise eines T-Shirts. Wir legten die Stationen und Pfeile für den Transport auf der Weltkarte aus. Das T-Shirt reiste von der Ernte der Baumwolle über Verarbeitung und Herstellung bis zum Verkauf im Laden über 41.000 km. Also mehr als einmal um die Erde!
Um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen müssen alle mitmachen! Saisonal und regional einkaufen und auf fair trade achten. Nachhaltiger Konsum bedeutet auch beim Kauf von Kleidung auf kurze Wege zu achten. Energie sparen, das Klima schützen, Patenschaften übernehmen und Hilfsprojekte unterstützen für eine gerechtere Welt!
Frida und Charlotte, beide 6. Klasse